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Schweden Drohne See Himmel
  • AutorenbildDora & Pascal

#13 Unsere letzten Tage in Skandinavien

Hallo Freunde,


die letzten Tage waren bei uns turbulent, wir sind einiges an Kilometern gefahren. Meine Google Auswertung für September lässt erahnen, dass wir in diesem Zeitraum nie lange an einem Ort verweilt sind.

Wir sind im September selten länger als 18 Stunden an einem Ort geblieben, meistens haben wir die Nacht und den Vormittag an dem Tag Ort verbracht und sind anschließend weitergedüst. Es gibt Tage an denen sitze ich 6 Stunden hinterm Lenkrad und dennoch sind wir nicht mehr als 300-400 km weit gekommen. Zu schön ist es an vielen Ecken und Stellen, um einfach nur vorbeizuhuschen, daher versuchen wir uns während der Fahrt immer wieder kleine "Highlights" einzubauen.

Unsere Route von Nordskandinavien nach Norddeutschland

Wir sind knapp 4.300 km in den letzten 4 Wochen gefahren.


Nachdem wir von Sorsele (Nordschweden) gestartet sind, ist nicht mehr viel in Schweden bei uns passiert. Ein kurzer Stopp hier und einer dort. Wir waren in Östersund bei Bastard Burgers Burger essen und ich war nach zweimonatiger Friseurpause mal wieder beim Haareschneiden, wobei ich mit den langen Haaren ganz gut in die Wildnis von Schweden gepasst habe. :D



Dagenslunch
Mittagstisch bei Bastard Burgers in Östersund
Bastard Burgers Östersund
Mittagstisch
Kabe Wohnmobil Vollintegriert

On the Road haben wir ein Abstecher bei einem Wohnmobilhändler gemacht und in einem Kabe Probe gelegen. Wir warten noch auf den Lottogewinn, dann tauschen wir gerne. :D Wir schauen uns zwischendurch immer gerne andere Fahrzeuge an. Es macht uns Spaß die verschiedene Grundrisse kennenzulernen, am meisten gefallen uns Fahrzeuge mit einer Rundsitzgruppe im Heckbereich. Diese Art von Grundriss ist oft in Wohnwägen zu finden. Bei den Wohnmobilen hat das sich das Festbett im Heckbereich bewährt und durchgesetzt. Eine Heckrundsitzgruppe ist nur noch selten zu finden, das finden wir schade.

Ungewohnt und bequem

Wir haben uns für unsere letzte Nacht in Nordschweden für einen Schlafplatz auf einer Hochebene mitten in der Pampa entschieden. Denn wir hoffen nochmals auf Polarlichter, freie Sicht Richtung Norden ist gewährt und hier gibt es wenig bis keine Lichtverschmutzung. Die nächstgrößere Stadt ist Mora und noch knapp eine Fahrstunde von uns entfernt, bis auf das Pfeifen vom Wind und das Surren der Mücken ist nichts weiter zu hören - we love it.

Sunset in Nordschweden bei ca. 7 Grad im September

Wir haben Glück und unser letzter Abend im Norden von Schweden beschert uns mit Polarlichtern bei fast klarem Himmel. Wir sind sehr glücklich und schätzen uns dankbar. Es war ein großer Wunsch von uns nochmals Polaris zu sehen, bevor wir den Norden für diese Reise hinter uns lassen. Die Natur beeindruckt uns einfach immer wieder aufs Neue so sehr.

Polarlichter
Aurora Borealis

Am nächsten Tag düsen wir nach Karlstad und bekommen eine völlige Reizüberflutung. :D Die Stadt in Mittelschweden wirkt für uns im ersten Augenblick sehr turbulent, die letzten Monate waren wir den Straßenverkehr vom Norden gewohnt. :D


Der Norden von Skandinavien ist unserer Meinung nach ruhiger, gelassener und alles läuft ein wenig langsamer ab. Man hat das Gefühl, dass sich die Welt hier oben noch langsamer dreht, es ist für uns einfach Entschleunigung pur. Wir spüren wie schnell sich unser Körper und Geist daran gewöhnt hat und wie gut uns die Ruhe in Nordskandinavien getan hat.


Hier in Karlstad ist Multitasking erforderlich: Fahrradfahrer rechts, Roller links, Zebrastreifen vor uns usw. Wir standen nach lange Zeit mal wieder an Ampelkreuzungen und waren nach einigen Kilometern Stadtfahrt nervlich überfordert. Der offizielle Stellplatz war bereits belegt, daher haben wir uns entschieden, einen ruhigen Stellplatz in der Nähe von Karlstad zu suchen.

Wir machen noch einen Abendspaziergang, gönnen uns Wraps zum Abendessen und fahren am nächsten Morgen weiter in Richtung Göteborg.

Unseren Bruno stellen wir ungerne in Göteborg ab. In den letzten Jahren haben wir viel über Einbrüche und Diebstähle in Göteborg gelesen. Hier soll es mit seinem Camper in der Stadt und entlang der Autobahn ziemlich gefährlich sein (so wie vermutlich in fast jeder größeren Stadt). Knapp 12 km von Göteborg entfernt fühlen wir uns wohler, zumindest das Bauchgefühl stimmt :). Die Stadt selbst schauen wir uns nicht an. Nachdem wir von Karlstad noch reizüberflutet waren, haben wir nur ein paar Lebensmittel eingekauft und sind Richtung Dänemark gefahren.


Unsere Stimmung knickt ein, denn wir vermissen Skandinavien jetzt schon. Auf jeder Rückreise von Schweden waren wir bisher immer sehr traurig. Es fühlt sich für uns beide so an als würden wir unseren Wohnort verlassen, denn Schweden fühlt sich für uns heimisch an. Wir lassen unsere Traurigkeit zu und versuchen uns mit etwas Musik zu entspannen.

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Öresundbrücke


127€ kostet die Öresundbrücke für unseren 6,40 m Bruno. Wir steuern einen offiziellen Stellplatz in Ringsted (Dänemark) an. Knapp 400 km und 10 Stunden später kommen wir an dem nicht sehr idyllischen, aber dafür sehr praktischen Stellplatz an und laden hier völlig kostenfrei unseren Bruno auf. Danke an die Stadt, das finden wir sehr freundlich.

Stellplatz in Ringsted-Dänemark
Snoopy, der im Urlaub ist

Erholt von der Nacht und mit vollen Batterien starten wir an diesem Samstagmorgen in den Tag hinein. In Dänemark werden an diesem Wochenende Temperaturen von über 22 Grad erwartet.

Wir fühlen uns wie im Hochsommer, da es in den letzten Wochen doch deutlich kälter im Norden von Schweden und Norwegen war. Wir mögen die gemütlichen Abende bei herbstähnlichen Temperaturen, doch

jetzt freuen wir uns erst einmal auf zwei Strandtage und gutes Essen.


Wir fahren nach dem Frühstück an den Strand vom Svenstrup Strandvej, hier sind wir bereits das dritte Mal und sind nach wie vor über die Freundlichkeit der Dänen angetan. Wir haben in ganz Skandinavien bisher nur sehr positive Erfahrungen mit den Menschen gemacht. Unterwegs machen wir noch einen Einkaufsstopp und dann geht es für uns an den Beach.


Wir genießen den herrlichen Meerblick mit offenen Hecktüren aus unserem Schlafbereich .

Aussicht vom Wohnmobil aus
Aussicht auf den Strand
Dänisches Softeis darf bei diesen Temperaturen natürlich nicht fehlen.

























Wir verbringen hier zwei wundervolle entspannte Tage und gehen mehrfach baden. Welch ein schöner Abschluss unserer Skandinavienreise. Solch einen Ausblick bei so viel Ruhe werden wir definitiv vermissen.

Letzter Abend in Skandinavien

Danke Skandinavien, danke an all die freundlichen Menschen, denen wir auf unserer Reise begegnet sind. Wir hatten eine wunderbare Zeit und haben die Natur und Stille sehr genossen. Entschleunigt und gut erholt kommen wir am Sonntag Abend in Deutschland an und freuen uns auf ein baldiges Wiedersehen mit unseren Freunden und Familien.


Wanderparkplatz in der Nähe von Flensburg

Wir danken euch fürs Lesen und wünschen euch eine gute Zeit.

Bis bald,

Dora und Pascal














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1 Comment


Guest
Oct 17, 2023

wow!💫 Was für atemberaubende Nordlichter - das perfekte Abschiedsgeschenk von Schweden an euch 🥰 Länder zu verlassen, die man so ins Herz geschlossen hat ist fast wie das Ende einer Beziehung 😄 purer Herzschmerz!

Sonnige Grüße aus Griechenland 😁🌻

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